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Cloud Computing
Dieser Eintrag stammt von admin Am 4.11.2008 @ 11:35 In Datenspeicher | Keine Kommentare
Cloud Computing- das bedeutet auf Deutsch in etwa “Rechnen in der Wolke”.
Eine “Wolke”, diesen bildlichen Begriff verwenden Computerexperten, wenn sie Verbindungen aus dem eigenen Netzwerk, zum Beispiel das einer Firma, in die unendlichen Weiten des WWW meinen.
Der Online-Versandhändler Amazon ist für Zeiten von “Massenzugriffen” durch Internet-Kunden auf seine Datenbanken dadurch gerüstet, indem er in den Rechenzentren sehr viele Computer hat, die nur in absoluten Spitezenzeiten zugeschalten werden! Um diese Überkapazitäten zu nutzen, wurde die “Elastic Compute Cloud” erfunden, ein Verbund von Rechnern, der sich flexibel anpassen lässt. In Zeiten, in denen Amazon die Rechner selbst nicht benötigt, werden diese vermietet. Mittlerweile ist die hauseigene “Rechen-Wolke” ein eigenständiger Geschäftsbereich von Amazon, den man online buchen kann.
Auch Privatnutzer beginnen damit, derartige Angebote zu nutzen, zum Beispiel um Dateien auf Rechnern im Internet zu speichern. Internet-Firmen wie Google oder IBM wetteifern bei dieser Art von Service derweil mit Programmen und Dienstleistungen im WWW um die besten Plätze. Es ist absehbar, dass das einen Paradigmenwechsel auslösen wird. Manche Experten sagen gar schon das Ende des Personal-Computers vorher! Der Microsoft Software-Chef Ray Ozzie räumt beispielsweise ein: “Wir befinden uns jetzt in einer neuen Ära, einer Ära, in der das Internet im Mittelpunkt steht.” Ozzie sagt weiter: “Wenn Sie sich in ein paar Jahren einen neuen PC kaufen wollen, dann tun Sie das einfach, hängen ihn ans Internet, melden sich an - und Sie haben alle Programme drauf, die Sie brauchen.”
Der Microsoft-Firmengründer Bill Gates, also der Vorgänger von Ray Ozzie, hatte in einer berühmt gewordenen E-Mail schon 2005 Mitarbeiter ermahnt, sich dieser Entwicklung zu stellen. Ein Personal-Computer steht zwar, wie Gates es einst voraussagte, auf fast jedem Bürotisch der Welt. Aber seine Zeit als zunehmend rechenkräftige Maschine, die immer umfangreichere Software-Pakete stemmt, könnte bald vorbei sein. Es ist nicht auszuschließen, dass sich der Personal-Computer zu einem reinen Eingabegerät entwickelt. Dann spielt es keine Rolle mehr, mit welchem Betriebssystem er läuft oder wie seine Rechenleistung ist. Auch Software muss dann nicht mehr zeitaufwendig auf jedem Computer installiert werden, sie steckt einfach in der Wolke.
Auf vielen Gebieten haben Cloud-Anwendungen bereits große Marktanteile erobert. Es seien hier nur solche Dienste wie Flickr oder YouTube als Beispiel genannt.
Sehr deutlich sichtbar wird der bevorstehende Wandel, wenn man sich anschaut, was der Suchmaschinenbetreiber Google in den vergangenen Jahren nach und nach aufgebaut hat. Das Unternehmen stellt Bürosoftware kostenlos zur Verfügung, für die man nichts installieren muss - man erreicht sie einfach über den Web-Browser.
Besonders User, die viel unterwegs sind, finden Gefallen daran, dass sie jederzeit, an jedem Ort und von jedem Computer mit Internetanschluss aus ohne Probleme auf ihre Dokumente und Daten zugreifen können. Mittlerweile hat auch Microsoft, der Marktführer für Bürosoftware, nachgezogen. Bei dem Betriebssystem Windows 7, das spätestens 2010 das umstrittene Windows Vista ablösen soll, werden Cloud-Anbindungen eine zentrale Rolle spielen.
Wie schnell sich Cloud Computing als Massenphänomen ausbreitet, wird aber vor allem von einem Faktor abhängen: Von möglichst flächendeckend verfügbaren und schnellen Internetverbindungen.
Hier der ausführliche interessante Artikel:
Quelle: [1] sueddeutsche.de
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