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Weniger Raucher, aber viele Trinker

Dieser Eintrag stammt von admin Am 15.11.2008 @ 07:53 In Jugendliche | Keine Kommentare

Laut der so genannten Drogenaffinitätsstudie rauchen derzeit Deutschlands Jugendliche so wenig wie seit 1979 nicht mehr! Die Einschätzung besagt, dass beim Kampf gegen den Tabakkonsum Erfolge erzielt worden sind.

Jedoch geht aus der Studie auch hervor, dass sich Minderjährige gerne, kräftig, oft und auch exzessiv bis ins Koma betrinken! Da ist noch viel Arbeit im Bereich Prävention zu leisten, erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung.

Gerade der Mischung aus Prävention und gesetzlichen Maßnahmen seien die Erfolge beim Tabakkonsum nämlich zu verdanken. In der Zeit seit 2001 bis heute ist die Raucherquote bei den 12- bis 17-Jährigen von 28 auf 15 Prozent gesunken. Vor allem Schüler an Gymnasien und Realschulen greifen seltener zur Zigarette.

Derzeit ist nicht damit zu rechnen, dass sich der Anti-Raucher-Trend bei Jugendlichen in absehbarer Zeit wieder umkehrt. “In der Gesellschaft ist Rauchen einfach nicht mehr so angesehen”, so die Drogenbeauftragte.

Vor diesem Hintergrund sei auch der Cannabis-Konsum bereits zurückgegangen. Statt wie noch vor drei Jahren drei Prozent rauchen jetzt nur noch 2,3 Prozent der Jugendlichen regelmäßig Joints. Diese Zahl wird allerdings getrübt, wenn man betrachtet, wie viele junge Menschen das Kiffen nur ab und zu ausprobieren. Das sind immerhin auch noch 28 Prozent.

Daraus ist jedoch nicht zu schlussfolgern, dass es bei den deutschen Jugendlichen ein kollektives Einsehen dahingehend gibt, dass Rauschmittel ihnen nicht gut tun!

So gibt es seit einiger Zeit eine Vorliebe für das Rauchen von Wasserpfeifen; deshalb soll der “Shisha”-Konsum in der nächsten Drogenstudie eingehend untersucht werden.

Beunruhigend und alarmierend ist aber vor allem der nach wie vor anhaltende Hang vieler Minderjähriger zum Trinken. Die Studie hat gezeigt, dass es auch beim Alkoholkonsum der Kinder und Jugendlichen seit 2005 einen gewissen Rückgang zu beobachten gibt.

Allerdings ist nicht zu übersehen, dass die Situation beim so genannten “Komasaufen” nach wie vor ausgesprochen bedenklich sei.

Noch immer geben gut 20 Prozent der 12- bis 17-Jährigen an, im vergangenen Monat mindestens einmal bis zum Vollrausch getrunken zu haben. In absoluten Zahlen sind das eine Million Jugendliche, wohlgemerkt sind darunter auch schon Zwölfjährige und zahlreiche Heranwachsende, die nach dem Jugendschutzgesetz eigentlich noch nicht mal im Supermarkt eine Dose Bier kaufen dürften.

Für 2009 sind zwei neue nationale Aktionsprogramme geplant, eins gegen Alkohol und eins gegen Tabak. Man darf im Kampf gegen Drogen, welcher Art auch immer, keine Pause zulassen; das habe beispielsweise der Kampf gegen die zuletzt wieder zunehmende Ausbreitung von HIV gezeigt!

Es gibt also überhaupt keinen Grund dafür, sich auf gewissen Erfolgen auszuruhen.

Quelle: [1] sueddeutsche.de

Persönliche Anmerkung: Was für ein trauriges Problem! Ich finde es unglaublich schlimm, wenn Kinder und Jugendliche sich schon in diesem Umfang dem Drogenkonsum hingeben! Und eines ist sicher für mich, dafür gibt es tiefgreifende, gesellschaftliche Ursachen. Abgesehen von den negativen Auswirkungen auf die Familien selbst, werden die eigentlichen, vor allem auch gesundheitlichen Folgen für den Betroffenen selbst, erst Jahre später deutlich!



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