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März 2010
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Archive für 4.3.2010

Vom WIR zum ICH

Eine aktuelle STUDIE bringt es an den Tag! Das noch zu DDR-Zeiten existierende Zusammengehörigkeitsgefühl aller gesellschaftlichen Schichten in den ehemaligen DDR-Ortschaften, es schwindet immer mehr!

Es macht einem starken und zunehmenden Ab- und Ausgrenzungsverhalten der verschiedenen sozialen Bevölkerungsschichten zu- und untereinander Platz!

Zusehends und spürbar spaltet sich die Gesellschaft in “GEWINNER” und in “VERLIERER”!

Was für eine supertraurige und Hoffnungslosigkeit verbreitende Bilanz!

Zu diesem Ergebnis ist eine Gruppe von Soziologen und Ethnologen gekommen, die über drei Jahre hinweg die Realität der sozialen Gegebenheiten in der brandenburgischen Stadt WITTENBERGE beobachtet, verfolgt, erforscht, analysiert und dokumentiert hat.

Dieses politisch hoch-interessante und brisante PROJEKT wurde mit 1,7 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Im Magazin “ZEIT” werden aktuell die Ergebnisse dieser Langzeitstudie veröffentlicht: Die wichtigste Erkenntnis dieser Untersuchungen ist die, dass vom “einstigen sozialistischen WIR” nichts mehr übrig geblieben, nichts mehr zu finden und nichts mehr zu spüren ist. Die Abgrenzung sozialer gesellschaftlicher Gruppen ist unübersehbar vorhanden.

Jetzt gibt es sie auch hier in der ehemaligen DDR, nämlich die gesellschaftlichen “LEBENS-GEWINNER” und die “LEBENS-VERLIERER”!

Es ist von einem “sozialen Drama” die Rede…

Die bittere und harte, aber realistische Erkenntnis ganz vieler ehemaliger DDR-Bürger ist gemäß einer Aussage von Heinz Bude, Projektleiter und Professor am Hamburger Institut für Sozialforschung:

Wer´s bisher nicht geschafft hat, wird es auch in Zukunft nicht mehr schaffen!

Was für eine deprimierende Aussage! Sie gibt keine Hoffnung; sie macht keinen Mut! Sie gibt so sehr vielen ehemaligen DDR-Bürgern überhaupt keine optimistische Lebensmaxime! Sie führt zu Resignation und Aufgabe; zur Selbstaufgabe…

Quelle: berlinonline.de

Siehe auch: zeit.de Hier ist ein Interview betreffs der o. g. Studie mit dem Soziologen Prof. Heinz Bude abgedruckt!

Siehe auch: welt.de

Siehe auch: abendblatt.de

Siehe auch: presseportal.de

Siehe auch: moz.de

Siehe auch: news-adhoc.com

Siehe auch: die-newsblogger.de

heinkas Anmerkung: Ich kenne aus eigenem Erleben in den letzten Jahren das eigentlich sehr schöne, an der Elbe in der Prignitz/Brandenburg gelegene Städtchen mit ca. 20.000 Einwohnern sehr gut.

Ich kann die Aussagen der o. g. Studie leider nur bestätigen. Es ist irgendwie “ein sterbendes Städtchen”, so hat man leider den Eindruck. Und genau diese Feststellung, die trifft auch noch für viele andere ehemalige, ostdeutsche Ortschaften zu, in denen zu DDR-Zeiten die Menschen ihre Arbeit und ihr Auskommen hatten.

Ein paar wenige “glückliche Wittenberger” pendeln täglich der Arbeit wegen nach Berlin oder Hamburg, um überleben zu können. Dabei gab es in Wittenberge zu DDR-Zeiten eine solide Industriebasis, die vielen ein gutes Leben garantiert hat.

Es ist alles weg- und zusammengebrochen… DAS kann´s doch wirklich nicht sein…

Was soll werden!? Was soll vor allem aus unseren Kindern & Enkelkindern mal werden!?

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